Presseinformationen

Pressematerial
Bilanz der CDU-SPD-Regierung: Unter Durchschnitt...
Landesregierung und Koalition: Blick ins Innenleben...
Alternativen der LINKEN: Eine politische Bilanz...

Gleichbehandlungsgesetz nicht totverhandeln (09.06.2006)
Stichwort
15.wirFrü
LSB
Stiftung
Abwicklung

26. April 2010
Beeindruckend im Sport engagiert
Im Rahmen ihrer Kommunaltour führte die Landtagsfraktion DIE LINKE Gespräche in Kreissportbünden/Stadtsportbünden (KSB/SSB). Dabei stellten sich die KSB/SSB zunächst in ihrer Struktur vor und berichteten über ihre doch sehr vielfältigen Aktivitäten. Insbesondere im Jugendbereich zeigten sich die Mitglieder der Fraktion über das weit gefächerte Engagement beeindruckt. Auch die verschiedenen Vorstellungen, Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Verhältnissen möglichst unbürokratisch Zugang zum Sport und zur sportlichen Tätigkeit zu ermöglichen, fanden Unterstützung.

In einem zweiten Schwerpunkt fragten die Abgeordneten nach den Wirkungen der neuen Sportförderrichtlinien, die nunmehr im zweiten Jahr in modifizierter Form zur Anwendung gelangen. Generell wurde seitens des Sports auf die hohen bürokratischen Belastungen bei Antragstellung und Nachweisführung verwiesen. Gleichwohl ging man davon aus, dass nach einer Eingewöhnungs- und Umstellungszeit sich diese Belastungen auf ein akzeptables Mindestmaß zurückführen lassen werden. Begrüßt wurden die in 2010 wirksam werdenden Veränderungen, insbesondere die stärkere Berücksichtigung der Übungsleiter in den Pauschalen. Angemerkt wurde dabei, dass man noch einmal die Kappungsgrenze (z.Z. 20 Mitglieder ohne Übungsleiter) bei der Vereinspauschale wie auch die Höhe der Übungsleiterpauschale prüfen sollte. Als ein wichtiges, nach wie vor unzureichend gelöstes Problem wurde auf die Regelungen zu Rückstellungen/Rücklagen verwiesen. Hier wird die Linke im zuständigen Ausschuss nachfragen. Als eine neue Herausforderung, der sich die KSB/SSB mit ihren Vereinen stellen werden, wurde die Gestaltung des Sportbetriebes unter Bedingungen einer Ganztagsschule gekennzeichnet.


22. Februar 2010
Fraktion DIE LINKE: Ziele des Rettungsdienstgesetzes von 2006 verfehlt

Zur Ankündigung des sozialpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion Markus Kurze, das Rettungsdienstgesetz novellieren zu wollen, erklärt Dr. Detlef Eckert, DIE LINKE:

„Ausgehend von einer Reihe parlamentarischer Anfragen ist DIE LINKE seit Monaten mit Akteuren des Rettungsdienstes im Gespräch. Dabei wurde deutlich, dass die Landesregierung die Möglichkeiten des Gesetzes nicht ausschöpft, die Zielstellungen des Rettungsdienstgesetzes von 2006 wurden bislang schlicht verfehlt. Die Möglichkeit, die Leitstellen per Verordnung zu konzentrieren, ist schon im bisher gültigen Gesetz festgeschrieben.

Deshalb geht die Forderung von Herrn Kurze als Mitglied einer Regierungspartei ins Leere. Was nützen immer neue Gesetze, wenn man vor den wirklich notwendigen und möglichen Änderungen zurückschreckt?

DIE LINKE fordert Landesregierung und Koalition auf, zunächst alle Möglichkeiten des geltenden Gesetzes auszuschöpfen – das wäre für alle Betroffenen weitaus hilfreicher, als blinder Novellierungs-Aktionismus.“


18. Dezember 2009
Fraktion DIE LINKE: Seit 1995 mehr als 776.000 Euro aus dem Solidarfonds bei der Fraktion gespendet

Zum Umgang mit dem Solidarfonds bei der Fraktion informiert der Abgeordnete und Leiter der Vergabekommission Dr. Detlef Eckert:

„Dem Abgeordnetengesetz entsprechend schlug die unabhängige Diätenkommission 1995 eine stufenweise erhebliche Diäten¬erhöhung der Landtagsabgeordneten vor. Einzig die PDS-Fraktion lehnte diese Vor¬schläge ab, denn, so ihre Argumenta¬tion: Im privaten oder öffentlichen Sektor wurden mit Verweis auf leere Kassen oder die schwelende Wirtschafts¬krise die Löhne und Gehälter der Beschäf¬tigten real gesenkt. Als Reaktion spende¬ten die PDS-Abgeordneten die damalige Erhöhung der Diäten in einen neu einge¬richteten Solidarfonds bei der Fraktion. Der Solidarfonds wird seither weitergeführt.

Unterstützt wurden und werden vorrangig sozial engagierte, konkret untersetzte Projekte, Maßnahmen im sozialen, im Kin¬der-, Jugend-, Sport- und Kulturbereich, antifaschistische Aktionen sowie in Ausnahmefällen auch Einzelpersonen in besonderer sozialer Notlage.

Der Solidarfonds wird auf der Grundlage der finanziellen Mittel durch die seit 1995 beschlossenen Diätenerhöhungen gespeist. Die Landtagsabge¬ordneten spenden freiwillig den Diffe¬renzbetrag, der sich aus den Erhöhungen in der jeweiligen Legislatur ergibt, an den Solidarfonds.
Der Solidarfonds arbeitet auf Grundlage seiner Satzung, eine Vergabekommission entscheidet über die eingehenden Anträge.

Allein im Jahr 2009 wurden bisher für 140 Anträge insgesamt 67.681,69 € ausgezahlt. Seit 1995 wurden mit Stand November 2009 insgesamt 776.773,01 € für 805 Anträge ausgezahlt.“

8. September 2009
Änderungen bei Sportförderung unumgänglich

Zur erneuten Debatte um die Sportförderung in Sachsen-Anhalt erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Dr. Detlef Eckert (MD, ):

„Die Landessportverbände sowie die Kreis- und Stadtsportbünde kritisieren das Sozialministerium zu recht: Bis heute gibt es im Rahmen der institutionellen Förderung keine Bewilligungsbescheide. Abschlagszahlungen von 90 % der durch den Landtag bestätigten Mittel, also ein Zwölftel pro Monat, sind gängige Praxis, wobei es keinen verbindlichen Katalog förderfähiger Ausgaben gibt. Das ist für größere Landesfachverbände noch beherrschbar, aber viele Fachverbände sind fast nur auf das Ehrenamt angewiesen. Damit ist in den Gliederungen der Sportorganisation eine ordnungsgemäße Geschäftsführung gefährdet. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb der alte Vertrag seitens des Sozialministeriums gekündigt wurde. Wichtige andere Fragen, beispielsweise des Umgangs und der Bewertung von Rücklagen und Rückstellungen sind immer noch offen. Da ist auch der Verweis des Soziaministeriums auf die doch „gute” und gerechte Vereinsförderung für die gegenwärtigen Probleme wenig hilfreich: Fast 70 % aller Vereine haben unter 100 Mitglieder, erhalten also eine monatliche staatliche Förderung von durchschnittlich 25 Euro.

Angesichts der damit verbundenen bürokratischen Aufwendungen - Bewilligungsbescheide von 21 Seiten für minimale Fördersummen - sowie der generell knappen Ressourcen ist diese Form der Förderung kritisch zu hinterfragen. Die Kritik am Gießkannenprinzip ist vollauf berechtigt.

Im zuständigen Ausschuss des Landtages wird DIE LINKE einige dieser Probleme am 23. September 2009 thematisieren. Zu fragen ist aber schon heute, ob das Sozialministerium nicht mit der Aufgabe, die neue Form der Förderung über Richtlinien umsetzen, überfordert ist. Für DIE LINKE ist unstrittig, dass Änderungen bei den Förderrichtlinien unumgänglich sind.“


29. Oktober 2008
Die Weichen richtig stellen - Zukunft des Sports hängt von Klärung zentraler Punkte ab

"Grundsätzlich ist die Neuordnung der Sportförderung in Sachsen-Anhalt auf einem guten Weg. Mit den neuen Förderrichtlinien und der Umstrukturierung des Landessportbundes sind wichtige Vorraussetzungen für die Zukunft der Sportförderung erreicht.

Aber: Die letztendliche Entscheidung zur Freigabe der Sportfördermittel ist noch nicht reif. Vorher müssen offene Fragen beantwortet werden. Der Landessportbund muss einen vorläufigen Wirtschaftsplan vorlegen. Ebenso ist die Landesregierung aufgefordert, die Binnenaufteilung der Sportfördermittel dem Parlament gegenüber darzustellen. Es ist wichtig zu wissen, welche Mittel für die konkrete Sportförderung vor Ort und welche Mittel zur Förderung der Geschäftsstellen veranschlagt werden.

Darüber hinaus ist es notwendig, dass das Parlament als Haushaltsgesetzgeber in das zu erarbeitende Konsolidierungsprogramm zur Regelung des Umgangs mit den Altschulden des LSB einbezogen werden muss. Dieser Forderung unserer Fraktion sind die Abgeordneten von SPD und CDU in der heutigen Ausschusssitzung nicht gefolgt.

DIE LINKE bekennt sich dazu, mit der Vorlage rechtsgültiger Richtlinien für die Sportförderung und unter Beachtung oben genannter Punkte die Mittel für das Jahr 2009 freizugeben.“


12. September 2008
Zwei Anträge zum Thema Eingliederungshilfe beschäftigten heute den Landtag

DIE LINKE fordert eine grundsätzliche Diskussion zur künftigen Gestaltung der Behindertenhilfe in Sachsen-Anhalt. Der viel beschworene Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe ist noch lange nicht umgesetzt. Doch darüber will die Koalition nicht reden. Sie lehnte den Antrag ab.

Der Finanzminister kündigte in seiner Regierungserklärung an, dass 40 Mio. € in der Sozialhilfe einzusparen sein werden. Wie soll das gehen in den traditionellen Strukturen? Die Fallzahlen in der Behindertenhilfe sinken bis 2012/13 nicht. Im Gegenteil. Und auch die Ambulantisierung ist kein Sparmodell, wie wissenschaftliche Studien in Bayern zeigten.

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Eingliederungshilfetitel von 230 Mio. Euro auf über 300 Mio. Euro erhöht – trotz Deckelung der Entgeltsätze und ziemlich restriktiver Handhabung der Gesetze und trotz zunehmender ambulanter Betreuung. Das ist in den bestehenden Strukturen nicht möglich.

Dennoch wollen SPD und CDU die Diskussion darüber nicht führen. Augen zu und durch – ist das Motto der Koalition!

Zwei Anträge zum Thema Eingliederungshilfe beschäftigten heute den Landtag. DIE LINKE fordert eine grundsätzliche Diskussion zur künftigen Gestaltung der Behindertenhilfe in Sachsen-Anhalt. Der viel beschworene Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe ist noch lange nicht umgesetzt. Doch darüber will die Koalition nicht reden. Sie lehnte den Antrag ab.

Zwei Anträge zum Thema Eingliederungshilfe beschäftigten heute den Landtag. DIE LINKE fordert eine grundsätzliche Diskussion zur künftigen Gestaltung der Behindertenhilfe in Sachsen-Anhalt. Der viel beschworene Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe ist noch lange nicht umgesetzt. Doch darüber will die Koalition nicht reden. Sie lehnte den Antrag ab. Dazu erklärte Dr Eckert:

Der Finanzminister kündigte in seiner Regierungserklärung an, dass 40 Mio. € in der Sozialhilfe einzusparen sein werden. Wie soll das gehen in den traditionellen Strukturen? Die Fallzahlen in der Behindertenhilfe sinken bis 2012/13 nicht. Im Gegenteil. Und auch die Ambulantisierung ist kein Sparmodell, wie wissenschaftliche Studien in Bayern zeigten.

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Eingliederungshilfetitel von 230 Mio. Euro auf über 300 Mio. Euro erhöht – trotz Deckelung der Entgeltsätze und ziemlich restriktiver Handhabung der Gesetze und trotz zunehmender ambulanter Betreuung. Das ist in den bestehenden Strukturen nicht möglich.

Dennoch wollen SPD und CDU die Diskussion darüber nicht führen. Augen zu und durch – ist das Motto der Koalition!


Fraktion DIE LINKE: Schönreden ist für Menschen mit Behinderungen nicht hilfreich

Zum Artikel „Menschen mit Handicap bekommen eigenes Budget“ in der Volksstimme vom 23.10.2007 erklärt der behindertenpolitische Sprecher der Fraktion Dr. Detlef Eckert:

„Richtig in den Aussagen des Behindertenbeauftragten Adrian Maerevoet ist, dass ab 01. Januar 2008 ein Rechtsanspruch auf ein persönliches Budget besteht. Genauso richtig ist, dass im Land Sachsen-Anhalt die beinahe vierjährige Erprobungszeit im Rahmen einer Modellphase verschlafen wurde. So liegt den Sozialämtern erst seit Juli 2007 eine Handlungsanweisung vor, die ich jedoch in vielen Punkten heftig kritisiere.

Wenn von mehreren Tausend potentiellen Budgetnehmern bisher nur 54 bewilligt worden sind, wenn die Bearbeitungszeiten für die Anträge nach wie vor ein halbes Jahr und mehr betragen und wenn für eine Assistenzkraft von der Sozialagentur nicht mehr als 6,55 Euro pro Stunde als Entgelt den Berechnungen zugrunde gelegt wird, dann sind die Rahmenbedingungen zur Umsetzung des persönlichen Budgets in hohem Maße veränderungsbedürftig. Die bewilligten Budgets reichen bestenfalls für Teilleistungen bei leichter behinderten Menschen.

Für bessere Rahmenbedingungen liegen seitens der Landesregierung keine konkreten Vorschläge vor. Deshalb ist bei allem Engagement das Schönreden der Situation nicht hilfreich. Die Schilderungen in dem genannten Artikel tragen leider lediglich dazu bei, Hoffnungen zu wecken, die bislang nicht erfüllt werden.“

Magdeburg, 23. Oktober 2007

13. Februar 2008
Pflegeheim Luisengarten – Reformbedarf bei innerstädtischer Kommunikation

Zur Debatte zum Thema Pflegeheim Luisengarten in Magdeburg im Ausschuss für Soziales des Landtages erklärt der pflegepolitische Sprecher:

„Die Heimaufsicht hat im Schließungsverfahren des Pflegeheims „Am Luisengarten“ ihre Aufgabe erfüllt. Sie hat kontrolliert, kritisiert und abgemahnt, wieder kontrolliert und lange mit dem Träger gerungen, um eine qualitätsgerechte Pflege zu gewährleisten.

Allerdings werden offensichtlich Organisationsstrukturen, Informationsfluss und Verantwortlichkeiten in der Stadt in keiner Weise den Anforderungen gerecht. Festzustellen ist auch, dass alle Kontrollgremien der Stadt, insbesondere der Betriebsausschuss und die Sozialdezernentin versagt haben.

Abhilfe tut dringend Not im Interesse eines würdevollen Lebens hilfebedürftige Menschen in Pflegeheime und anderen Einrichtungen der Stadt.

Diese Vorfälle sollten Anlass sein, im künftigen Heimgesetz des Landes entsprechende Vorkehrungen zu regeln.“


LINKE zur aktuellen Debatte um den Landessportbund in Sachsen-Anhalt:
Angesichts der heutigen Verständigung von Landtags-Abgeordneten mit Vertretern des Sozialministeriums und dem Landessportbund zu den öffentlich gewordenen Auseinandersetzungen erklären die sozialpolitische Sprecherin, Birke Bull und der sportpolitische Sprecher, Dr. Detlef Eckert:

1. Wenn dem Ministerium für Soziales Hinweise vorliegen, die auf eine strafrechtlich relevante fehlerhafte Verwendung öffentlicher Mittel durch Verantwortliche im Landessportbund vorliegen, ist dieses verpflichtet, solche Dinge der Staatsanwaltschaft zuzuleiten. Aus unserer Sicht macht es keinen Sinn, Urteile aus dem politischen Raum darüber zu fällen, wie stichhaltig diese Anhaltspunkte sind, dies ist allein Sache der Staatsanwaltschaft.

2. In der öffentlichen Diskussion der vergangenen Woche über die Verwendung öffentlicher Mittel im Bereich des Sports in Sachsen-Anhalt ist der Eindruck entstanden, dass die Transparenz der Mittelverwendung und die Wirksamkeit der Kontrolle verbesserungsbedürftig sind. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt bittet angesichts der aktuellen Diskussion den Landesrechnungshof, eine spezifische Prüfung dieses Bereiches vorzunehmen, in dem die Fragen beantwortet werden, ob es in diesem Bereich Veränderungsbedarf gibt und in welche Richtung er veranlasst werden müsste.

Magdeburg, 24. Sep. 2007

Fraktion DIE LINKE: Persönliches Budget für Menschen mit Behinderungen – kein Ruhmesblatt für Sozialagentur
Zur Erklärung des Behindertenbeauftragten der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, Adrian Maerevoet, „Trägerübergreifendes persönliches Budget wird angenommen“ erklärt der Behindertenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Dr. Detlef Eckert:

„Ja, Ermutigung ist notwendig! Dieser Aussage ist zuzustimmen. Es sind Mut, ja ausgesprochene Abenteuerlust und ein langer Atem erforderlich, die vom Landesbeauftragten beschriebene neue Form der Leistungserbringung „Persönliches Budget“ als behinderter Mensch auch zu erhalten.

Im April 2007 gab die Landesregierung an, dass 31 persönliche Budgets bewilligt seien und ca. 130 Anträge gestellt worden waren. Daran hat sich anscheinend bis heute nichts geändert. Und das ist kein Ruhmesblatt für die letztlich entscheidende Sozialagentur. Im Gegenteil: Mit Bearbeitungszeiten von 9 Monaten und mehr manifestiert sich eigentlich ein sozialpolitischer Skandal.

DIE LINKE hat die vielfältigen offenen Fragen und Probleme bei der Umsetzung des Persönlichen Budgets aufgegriffen und fordert die Landesregierung in der nächsten Landtagssitzung auf, für mehr Information, für angemessene Bearbeitungszeiten sowie für die Einhaltung der Vorschriften des SGB IX Maßnahmen zu ergreifen.“

Magdeburg, 10. Juli 2007

Dr. Detlef Eckert
Alle Fakten sprechen für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns

Vor der Bundestagswahl 2005 war es kein Thema, mit der Linkspartei im Bundestag ist es eines: Die Bundesregierung kündigte im Februar 2006 an, im Herbst ein Konzept vorlegen zu wollen, das sich insgesamt mit dem Thema existenzsichernde Löhne befassen wird. Dem Arbeitsministerium ist ein entsprechender Auftrag erteilt worden. >>> weiter zur PrIn


Kurzbilanz - 4 Jahre (Pressegespräch vom 15.02.2006)

Halberstadt, 07. April 2006
Aufschlussreiche Antworten der Landesregierung

Kurzinfo zur Kleinen Anfrage „Abschluß von Integrationsvereinbarungen in Ministerien und Landesbehörden Sachsen-Anhalts“

I
n der Drucksache 4/2710 vom 29. März 2006 antwortet die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei. Von elf Ressorts haben – das Gesetz trat vor fünf Jahren Inkraft – sechs keine Integrationsvereinbarung nach § 83 SGB IX. Deutlicher kann der Unwillen der CDU/FDP geführten Landesregierung, eine zielgerichtete, kontinuierliche Politik zur Gleichstellung und für mehr Chancengleichheit für behinderte Menschen durchzuführen nicht dokumentiert werden. Analoges ist zur Ausbildung schwerbehinderter Menschen in den Landesdienststellen festzustellen. In sechs Ressorts wurden in den letzten vier Jahren keine schwerbehinderten junge Menschen ausgebildet! Positiv zu vermerken ist, dass sich in einigen Ministerien die absolute Zahl schwerbehinderter Beschäftigter erhöht hat. So stieg bspw. im Ministerium des Innern von 2003 zu 2004 die absolute Zahl beschäftigter Schwerbehinderter von 388 auf 408. Dennoch konnte die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote nur im Sozialministerium, im Ministerium Bau und Verkehr sowie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit erreicht werden. Im Landtag gar sank sowohl die absolute Zahl wie auch die Beschäftigungsquote behinderter Menschen. Ohne Frage ist eine verbesserte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen eine komplizierte und schwierige Aufgabe. Wenn aber die möglichen Steuerungsinstrumentarien selbst nach fünf Jahren nur sehr ungenügend installiert wurden, ist eine Verbesserung mehr Zufall und nicht Ergebnis zielorientierten Handelns. Das gilt es zu ändern! Ein Beginn wären konkrete Festlegungen im neuen Koalitionsvertrag!


Halberstadt, 22. März 2006
Solidarfond der Linkspartei.PDS 2005: 200 000,00 €

I
n den Solidarfond der Linkspartei.PDS spenden die Abgeordneten der Landtags-fraktion der Linkspartei die Diätenerhöhung aus dem Jahr 1996. Bis zum Sommer 2005 summierten sich die daraus resultierenden Spenden insgesamt auf mehr als 500.000 Euro (eine Million DM).

In den letzten vier Jahren - vom Juli 2002 bis zum Februar 2006 - konnten über den Solidarfonds - im September 2005 trat der SPD-Abgeordnete B. Rothe dem Fond bei - beinahe 200.00 0 Euro an Vereine, Initiativen, Projekte und Einzelpersonen verteilt werden. Allein im letzten Jahr profitierten über 300 Vereine und Projekte von Zuwen-dungen aus dem Fonds der Abgeordneten und konnten so insbesondere Angebote für Kinder und Jugendliche realisieren. Im Landkreis Halberstadt wären exemplarisch der Unabhängige Frauenverband Lilith, die ZORA, der Jugendclub Großquenstedt, der Verein Kinder von Tschernobyl, der VfB Germania, die Gedenkstätte Langenstein Zwieberge sowie die Kita Hessen zu nennen.

Der Fond wurde zum Februar 2006 geschlossen. Als bisheriger Vorsitzender des Solidarfonds gehe ich davon aus, dass der Fond nach Konstituierung der neuen Fraktion der Linkspartei.PDS im Sommer 2006 wieder eingerichtet wird.

Landtagsabgeordneter Dr. Eckert und die Harzer Direktkandidaten, Barbara Knöfler, Andre` Lüderitz und Dieter Kabelitz, luden zum 15. Wirtschaftspolitischen Frühschoppen ein. Über 50 Interessenten folgten am Sonntagmorgen der Einladung nach Blankenburg. Im Mittelpunkt des Interesses stand Wulf Gallert, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei.PDS im Landtag von Sachen-Anhalt, der die Vorstellungen seiner Partei für die Entwicklung unseres Bundeslandes vor den Anwesenden erläuterte. Nach seinem Vortrag begann eine muntere Diskussion zu diesem und anderen Themen, die sich nach zwei viel zu kurzen Stunden zur Zufriedenheit der Teilnehmer endete.
- Ein gelungener und inforamtiver wirtschaftspolitischer Frühschoppen

Budgetierungsvertrag Landesregierung/Landessportbund 2006 bis 2008 (20.01.206)

In der Beratung des Landtagsausschusses für Gleichstellung, Familie, Kinder, Jugend und Sport am 13. Januar 2006 berichtete die Landesregierung auf Antrag aller Fraktionen über den kürzlich unterzeichneten Budgetierungsvertrag mit dem Landessportbund (LSB). Mit diesem Vertrag erhält der LSB bis zum Jahre 2008 Planungssicherheit für seine Vorhaben, für die Organisation und Durchführung des Sports in Sachsen-Anhalt. Für die Landesregierung legte Dr. Schunke Eckpunkte des Vertrages dar und erläuterte wesentliche Ziele: Mitgliedergewinnung, Konzentration vieler Aktivitäten und Angebote auf Frauen, Seniorinnen und Senioren, auf Kinder und Jugendliche sowie den flächendeckenden Ausbau des Gesundheitssports. Neu ist, dass nicht nur eine Summe über mehrere Jahre seitens der Landesregierung für die Förderung des Sports garantiert wird, sondern dass 10 Prozent der Mittel nur ausgezahlt werden, wenn die gemeinsam vereinbarten anspruchvollen Ziele (bspw. bei der Mitgliedergewinnung, bei der Übungsleiterausbildung, bei den Angeboten für Frauen) erreicht werden. Damit beschreiten die Vertragspartner Neuland. Sicher ist, dass sich der Ausschuss begleitend mit der weiteren Umsetzung des Vertrages beschäftigen wird. Ziel sollte sein, dass das Parlament bei der Vorbereitung des nächsten Budgetierungsvertrages schon im Vorfeld einbezogen wird.


Gründung der Stiftung Behindertensport Sachsen-Anhalt (20.01.2006)

Am 19. Januar 2006 fand im Gebäude der Nord LB in Magdeburg der Festakt zu offiziellen Errichtung der Stiftung Behindertensport sowie die Berufung der Stiftungsgremien statt. Ausgehend von Beratungen des Fördervereins Behindertensport im September 2004 in Salzwedel wurde in relativ kurzer Zeit parteiübergreifend die Stiftungsgründung in Angriff genommen. Vor allem waren Absprachen in den Fraktionen, mit dem Landessportbund und in den zuständigen Ausschüssen zu treffen. Das Ergebnis lässt sich sehen: Erstmalig in einem Bundesland wurde eine Stiftung zur Förderung des Behindertensports errichtet. Ziel ist, für das Sporttreiben behinderter Menschen zusätzliche Mittel zu akquirieren und zur Verfügung zu stellen. Der parteiübergreifende Konsens bei den Vorbereitungen und bei der Errichtung der Stiftung wurde leider bei der Besetzung der Stiftungsgremien „vergessen“: Aus den Oppositionsparteien wurden seitens des Sportministeriums (Ministerium Gesundheit und Soziales) keine Abgeordneten für würdig befunden, mitzuwirken, obwohl sowohl Frau Dr. Kuppe (SPD) als auch Dr. Eckert (Linkspartei.PDS) Gründungsmitglieder des Fördervereins für den Behindertensport waren.

Abwicklung des Lehrstuhles Körperbehindertenpädagogik? (Detlef Eckert)
Kein Bedarf trotz des Konzepts der Förderzentren?!

Wie Anfang der letzten Woche in der MZ zu lesen war, droht die Abwicklung des Lehrstuhles für Körperbehindertenpädagogik an der Martin-Luther-Universität. Der Fachbereich Erziehungswissenschaften soll den dafür notwendigen Beschluss gefasst haben. Im Bildungsausschuss des Landtages vom 14. Dezember 2005, in dem Minister Olbertz über die Inhalte der Zielvereinbarung mit den Hochschulen berichtete, wurde mit Bezug auf diese Meldung nachgefragt. Festgestellt wurde, dass zwar der Bereich Förderpädagogik Bestandteil der Zielvereinbarung ist, aber keine weitere Ausdifferenzierung erfolgte. Im übrigen wären diese Entscheidung eine Entscheidung im Rahmen der Autonomie der Hochschulen, so der Minister. Zum konkreten Sachstand soll es im nächsten Bildungsausschuss des Landtages weitere Informationen geben. Die Linkspartei.PDS macht schon seit längerer Zeit deutlich, dass das „selbstverantwortliche“ Kürzen durch die Universitäten und Hochschulen Folge der chronischen und durch das Land zu verantwortenden Unterfinanzierung der Hochschulen ist. Gegen die zehnprozentige pauschale Kürzung des Budgets der Hochschulen hat sich die Linkspartei vehement ausgesprochen. Wir halten diese Politik für den falschen Weg! Am 14.Dezember 2005 stellten Dr. Petra Sitte, MdB, und Wulf Gallert, Fraktionsvorsitzender unter dem Slogan „Wissen-schaft Arbeit“ alternative Vorstellungen der Linkspartei.PDS zur Entwicklung der Universitäten und Hochschulen auf einer Pressekonferenz vor.